Hinweise

Die Insolvenzantragspflicht wird durch § 17,18 Insolvenzordnung (InsO) bestimmt, falls Zahlungsunfähigkeit gegeben ist oder droht.

Negativbeispiel

Wie die Geschäfts-/ Liquiditätsentwicklung nach Möglichkeit nicht sein sollte und eine rechtzeitige, computergestützte Planung erforderlich ist:

NEgativbeispiel für eine Liquiditätsentwicklung

Im Nofall sind (außergerichtliche) Raten-/ Stundungspläne auszuarbeiten und zu vereinbaren (Moratorien).

Publikationen / Literatur

DFL 2000 - Besser Cash als Crash; Frankfurt/ Eppstein, April 2000, S.290, Benutzermanual zur gleichnamigen CD-ROM.

Computergestützte Finanz- und Liquiditätsplanung, in: „Finanzen und Vermögen Nr. 8 v. 15.8. 2001”, Informationsdienst für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Hrsg.: IFU-Institut, Bonn.

Finanz- und Liquiditätsplanung


Besser Cash als Crash - Stabilität und Rentabilität durch Liquidität!

Kurz-, mittel- und langfristige Planung, Steuerung und Kontrolle verfügbarer Mittelbestände sowie aktueller und künftiger Ein- und Auszahlungen eines Unternehmens ist im Eigeninteresse eines Betriebes von zentraler Bedeutung. Dies gilt insbesondere für dessen geplanten Gewinn-/ Cash Flow-/ Rentabilitäts-/ Investitionsentwicklung. Sie dient der nachhaltigen Erhaltung der Ertrags- und Finanzkraft des Unternehmens. Spezielle Instrumente sind hier vor allem die kurz- und mittelfristige Finanz- bzw. Liquiditätsplanung sowie die längerfristig angelegte Bilanzstruktur- bzw. Kapitalbindungsplanung.

Die integrierte Finanz- und Liquiditätsplanung soll unter Einbindung anderer Teilpläne wie Absatz-/ Umsatzplan, Investitions-, Finanzierungs-/ Kapitaldienst-, Personalplan, etc. dafür sorgen, dass ein solcher Fall nach Möglichkeit nicht eintritt und das finanzielle Gleichgewicht eines Betriebes nachhaltig gesichert wird.

Soweit es sich um Planungsbemühungen anlässlich von Sanierungskonzepten / Fortführungsprognosen handelt, ist der Ergebnis-, Finanz- und auch Vermögensplan integraler Bestandteil. (Plan BWA-/GuVR, Plan-Bilanz, Liquiditätsprognose, etc).

Anders als im Auszahlungsbereich - hier liegen meist Verträge mit spezifizierten Zahlungsverpflichtungen zugrunde - können Prognosen künftiger Einzahlungen zum Teil schwierig sein, da z.B. Zahlungsversprechen nicht immer zeitnah oder ev. auch gar nicht eingehalten werden (z.B. Insolvenz eines wichtigen Kunden mit hohem Forderungsausfall; verhaltenspsychologische Determinanten, Preis-/ Wechselkursänderungen, etc.). Gewählte Prognosemethoden und den ihnen notwendigerweise zugrunde liegenden Annahmen sind darzustellen und zu erläutern.

„Stresstests”: Zur adäquaten Berücksichtigung von Planungsunsicherheiten ist es sinnvoll, Liquiditäts - und / oder Fortführungsprognosen i. S. von Best-, Base- sowie Worst Case - Szenarien durchzuführen und die jeweiligen Auswirkungen von Annahmenänderungen auf wichtige, vorgegebene Zielindikatoren wie z.B. Material-, Personal- und Fixkostenquote, Gewinnveränderung, Eigenkapitalquote zu testen.

Aus der Finanz-/ Liquiditätsplanung ergibt sich last but not least vor allem für in der Krise befindliche Unternehmen, ob, wann und in welcher Höhe Finanzmittel zur Befriedigung von Gläubigern bereitgestellt werden können oder nicht.